Grefrath war für Willi Sleegers weit mehr als nur sein Geburtsort. Hier wuchs er auf, spielte als Torhüter für den SSV Grefrath, entdeckte früh seine Leidenschaft für die Malerei und hielt seine Heimat später in zahlreichen Aquarellen fest. Nach seinem Tod am 30. März 2025 im Alter von 83 Jahren sollen ausgewählte Werke nun Gutes bewirken. Sein Sohn Thorsten Sleegers verkauft Aquarellbilder zugunsten der Aktion „Gemeinsam statt Einsam“ sowie der Grefrather Tafel. Für jedes Bild gilt ein Mindestgebot von 150 Euro, der Erlös wird jeweils zur Hälfte an die beiden Projekte gespendet.
„Mein Vater hat Grefrath geliebt. Seine Bilder zeigen viele Orte, die ihn sein Leben lang begleitet haben“, erzählt Thorsten Sleegers. Der 57-Jährige ist seit mehr als 30 Jahren als Moderator vor Mikrofon und Kamera tätig und vielen Menschen durch seine langjährige Arbeit bei RTL bekannt. Heute produziert und moderiert er unter anderem eigene Podcast- und Videopodcast-Formate.
Willi Sleegers wurde am 15. September 1941 in Grefrath geboren und verbrachte dort den größten Teil seines Lebens. Nach Stationen in Schlibeck (hier wurde er geboren), am Buchenweg und „Auf dem Feldchen“ absolvierte er zunächst eine Lehre als Weber, bevor er sich zum Zahntechniker umschulen ließ. Seine handwerkliche Präzision spiegelte sich auch in seiner großen Leidenschaft der Aquarellmalerei wider. Landschaften vom Niederrhein, markante Gebäude und Naturmotive gehörten zu seinen bevorzugten Motiven.
Auch Thorsten Sleegers verbindet bis heute viele Erinnerungen mit seiner Heimat. „Wir haben draußen gespielt, bis es dunkel wurde. Der Kollerberg und die Wiesen entlang der Bahnschienen waren unser Revier“, erinnert er sich. Als Messdiener und Gruppenleiter verbrachte er eine prägende Jugendzeit in Grefrath. Später lernte er in der damaligen Kneipe Wring auf der Bahnstraße seine heutige Ehefrau Sabine kennen. Seine ersten Erfahrungen als Moderator sammelte er ebenfalls in Grefrath bei Stadtfesten, Modenschauen und der Benefizveranstaltung „Show Royal“, mit der regelmäßig Spenden für die Kinderkrebsstation der Uniklinik Köln gesammelt wurden.
Seit 1997 lebt Thorsten Sleegers mit seiner Familie in Kempen, der Kontakt zu Grefrath ist jedoch nie abgerissen. Seine Tante und sein Onkel wohnen weiterhin im Ort. Besonders der Marktplatz ist für ihn bis heute ein Ort voller Erinnerungen.
Mit dem Verkauf der Aquarelle möchte Thorsten Sleegers das künstlerische Vermächtnis seines Vaters bewahren und gleichzeitig Menschen in Grefrath unterstützen. Interessierte können sich mit ihrem Gebot direkt per E-Mail an kontakt@thorstensleegers.de wenden. Pro Bild gilt ein Mindestgebot von 150 Euro. So leben nicht nur die Motive eines gebürtigen Grefrathers weiter, sie helfen zugleich dort, wo Unterstützung dringend benötigt wird. (tob)








BU: Thorsten Sleegers mit zwei Aquarellen seines Vaters. Foto: Tobias Stümges