Mit einer innovativen Idee zum effizienteren Löschen von Bränden haben zwei Schüler des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums beim Wettbewerb „Jugend forscht“ überzeugt. Jan Beckers (15), Schüler der Klasse 8b aus Kempen, und Caspar Herrmann Bartsch (12), Schüler der Klasse 8a aus Tönisberg, wurden in der Sparte Technik mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Ihr Projekt trägt den Titel „Löschkanone“.
Seit September des vergangenen Jahres arbeiten die beiden Nachwuchsforscher an ihrer Idee. Ziel ist es, Brände schneller und gezielter löschen zu können, ohne Menschen in Gefahr zu bringen. Zunächst entwickelten sie einen Prototypen, der sich manuell steuern lässt. Dabei beschäftigten sie sich intensiv mit der Mechanik, etwa mit der Frage, wie eine Düse konstruiert sein muss, damit der Wasserstrahl genau dort landet, wo es brennt.
Langfristig soll ihre Löschkanone mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Eine Kamera soll künftig Flammen erkennen und das System automatisch auf den Brandherd ausrichten, sodass gezielt Wasser eingesetzt wird.
Die Idee entstand aus der Beobachtung, dass herkömmliche Sprinkleranlagen oft ganze Räume unter Wasser setzen, obwohl es vielleicht nur an einer kleinen Stelle brennt. Dadurch entstehen häufig unnötig große Wasserschäden. Die Löschkanone soll das Feuer dagegen punktgenau erkennen und bekämpfen.
Der Weg zum funktionierenden Prototypen verlief nicht immer reibungslos. Immer wieder mussten Bauteile angepasst oder Programme überarbeitet werden. Gerade diese Herausforderungen halfen den beiden jedoch, das System besser zu verstehen.
Auch ihre beruflichen Interessen gehen in eine technische Richtung. Jan Beckers möchte später gern im Bereich künstliche Intelligenz oder Technik arbeiten. Caspar Herrmann Bartsch interessiert sich besonders für große Maschinen und kann sich vorstellen, einmal in der Fertigung von Zügen tätig zu sein. (tob)
BU: Caspar Herrmann Bartsch und Jan Beckers waren erfolgreich bei „Jugend forscht“. Foto: Tobias Stümges