Drei Preisträger, drei erste Plätze und dreimal Anerkennung für besonderes ehrenamtliches Engagement. Zum dritten Mal hat die Gemeinde Grefrath den Heimat-Preis vergeben. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr die Kulturinitiative KinG, das Team des Kinderferienlagers der KjG Grefrath sowie der Verein M.u.m. – Mütter und mehr.

Die Jury, bestehend aus Vertretern aus Politik, Verwaltung und Ehrenamt, entschied sich bewusst gegen eine Rangfolge. Das vom Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellte Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro wurde daher nahezu gleichmäßig auf die drei Preisträger verteilt, jeder erhielt 1.667 Euro.

Überreicht wurden die Auszeichnungen bereits am 11. Juli im passenden Rahmen des Schwingbodenfestivals. Bürgermeister Stefan Schumeckers (CDU) freute sich insbesondere über die große Bandbreite des ausgezeichneten Engagements. Sie reiche von den Jüngsten und ihren Familien bei M.u.m. über Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene beim Ferienlager bis hin zur Kulturinitiative KinG, die mit ihren Angeboten Menschen aller Generationen zusammenbringt.

KinG bringt Generationen zusammen

Die Laudatio auf die Kulturinitiative KinG hielt Bürgermeister Stefan Schumeckers selbst. Was einst mit einer kleinen Gruppe Engagierter und der Rocknacht in Haus Allen begann, hat sich längst zu einer festen Größe im kulturellen Leben Grefraths entwickelt. Heute zählt der Verein mehr als 100 Mitglieder und setzt mit Veranstaltungen wie dem Schwingbodenfestival oder der Reihe „Offenes Scheunentor“ immer wieder kulturelle Akzente.

Seit mehr als 30 Jahren Ferienerlebnisse

Den Heimat-Preis für das Kinderferienlager-Team der KjG Grefrath überreichte der stellvertretende Bürgermeister Frank Kölkes (CDU). Seit mehr als 30 Jahren gehört das Ferienlager zur Kinder- und Jugendarbeit in Grefrath. Jahr für Jahr investieren die ehrenamtlichen Betreuer viel Zeit in Vorbereitung und Durchführung, damit Kinder und Jugendliche gemeinsam besondere Ferien erleben können.

Dabei gehe es um weit mehr als einige schöne Urlaubstage. Gemeinschaft, Verantwortung und soziales Miteinander würden ebenso vermittelt. Viele ehemalige Teilnehmer und Betreuer seien durch die gemeinsamen Erlebnisse nachhaltig geprägt worden. „Die Betreuerinnen und Betreuer opfern ihre Freizeit, um dieses Ferienlager zu organisieren und durchzuführen. Das ist nicht nur Urlaub, sondern auch eine große Verantwortung. Dafür gilt ihnen unser herzlicher Dank“, betonte Kölkes.

Seit 33 Jahren für Familien da

Mit M.u.m. – Mütter und mehr wurde schließlich eine Institution ausgezeichnet, die seit mittlerweile 33 Jahren junge Familien in Grefrath begleitet. Die 2. stellv. Bürgermeisterin Dorothe Heller (SPD) würdigte in ihrer Laudatio das vielfältige Angebot, das vom Elterncafé über Krabbel- und Spielgruppen bis hin zu Kursen, Beratungsangeboten und Großtagespflege reicht.

Als „Herzstück“ bezeichnete Heller das Elterncafé. Hier finden Eltern Raum für Begegnungen und Austausch, aus ersten Kontakten entstehen nicht selten Freundschaften. Einen besonderen Anteil daran haben die zahlreichen Menschen, die sich ehrenamtlich für den Verein einsetzen. „Sie leisten eine tolle und erfolgreiche Arbeit für Kinder und Familien und sind eine wirkliche Bereicherung für Grefrath“, würdigte Heller das Engagement. (tob)

BU: Markus Türk, Werner Balsen und Susanne Freiheit (alle Kulturinitiative KinG), Johannes Mohr (Mitglied KjG Grefrath), Monique Harmes und Julia Botschen (Leitung und Kassiererin M.u.m. – Mütter und mehr).Foto: Tobias Stümges