Für Generationen von Hülser Grundschulkindern war sie eine prägende Begleiterin auf dem Weg ins Schulleben. Nun endet ein bedeutendes Kapitel an der Astrid-Lindgren-Schule: Nach 32 Jahren verabschiedet sich Ursula Bongartz in den Ruhestand. Ihren letzten Arbeitstag hat die langjährige Schulleiterin am 17. Juli. Bereits am 6. Juli wurde sie im Rahmen eines feierlichen Festaktes von Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD), Kollegen, Schülern und Wegbegleitern offiziell verabschiedet.
Über mehr als drei Jahrzehnte hat Ursula Bongartz die Astrid-Lindgren-Schule mitgestaltet und geprägt. Zunächst als Lehrerin, später als Konrektorin und schließlich als Schulleiterin. Zuletzt leitete sie zudem den Schulverbund der beiden Hülser Standorte. Für die heute 65-Jährige war Schule dabei immer weit mehr als ein Ort des Lernens. Sie verstand sie als Lebensraum, in dem Kinder Vertrauen gewinnen, Gemeinschaft erleben und mit Freude ihren eigenen Weg finden sollen.
Wenn sie auf ihre Zeit an der Schule zurückblickt, denkt sie vor allem an die Menschen. „Die Arbeit mit den Kindern, den Eltern und den Kolleginnen und Kollegen war immer etwas Besonderes“, sagt sie. Unvergessen bleiben für sie die zahlreichen Schulfeste und Zirkusprojekte, die den Schulalltag bereicherten. „Hier herrschte immer eine große Harmonie zwischen den Kindern, den Lehrkräften und allen, die an der Schule tätig waren. Dieses Miteinander war etwas ganz Besonderes.“
Genau diese Gemeinschaft wird sie künftig am meisten vermissen. „Mein Team vermisse ich jetzt schon“, sagt Ursula Bongartz im Gespräch mit HÜLS life. Während ihrer gesamten beruflichen Laufbahn habe sie stets ein Ziel verfolgt: Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. „Gerade in der Grundschule wird der Grundstein für den weiteren Bildungsweg gelegt. Mir war immer wichtig, dass die Kinder gerne zur Schule kommen, positive Erfahrungen sammeln und mit Freude lernen. Das sollte sie für ihren weiteren Lebensweg stärken.“
Mit dem Ruhestand beginnt für Ursula Bongartz nun ein neuer Lebensabschnitt. Langweilig wird ihr dabei sicherlich nicht. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Günther möchte sie künftig häufiger verreisen, vor allem außerhalb der Ferienzeiten. Bereits im Herbst steht eine Kreuzfahrt durch das östliche Mittelmeer auf dem Programm. Außerdem zieht es das Ehepaar erneut nach Kanada, wo ihre Tochter während eines Auslandssemesters lebte. Auch eine Reise nach Japan ist bereits geplant, nachdem dort durch den Auslandsaufenthalt ihrer Tochter enge Freundschaften entstanden sind.
Neben dem Reisen nimmt die Familie einen ganz besonderen Stellenwert in ihrem Leben ein. Die leidenschaftliche Köchin verbringt gerne Zeit mit ihrer Tochter und verwöhnt Familie und Freunde. „Am liebsten esse und koche ich rheinischen Sauerbraten nach dem Rezept meiner Großmutter, natürlich mit selbst gemachten Klößen und Rotkohl.“
Mit großer Dankbarkeit blickt Ursula Bongartz auf ihre Zeit an der Astrid-Lindgren-Schule zurück. „Es waren wunderschöne Jahre, die mein Leben bereichert haben. Es hat mir immer Freude gemacht, für die Kinder da zu sein.“ Ein Satz, der ihre Haltung als Pädagogin wohl kaum treffender beschreiben könnte.
Kommissarische Schulleiterin der Astrid-Lindgren-Schule wird Sonja Dohmen aus Kempen. Sie kennt die Schule bestens, denn bereits seit 2006 unterrichtet sie dort und leitet mit großem Engagement die Schulchöre an beiden Standorten. Seit Oktober 2024 ist sie zudem Konrektorin der Schule. (tob)
BU: Ursula Bongartz mit ihrer Konrektorin Sonja Dohmen. Foto: Tobias Stümges
BU: Oberbürgermeister Frank Meyer, Ursula Bongartz und Ehemann Günther. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof