Wie kamen Sie zur Politik?

Meine Eltern hatten in St. Hubert eine Gaststätte, und gerade nach dem Krieg wurde dort viel über Politik gesprochen. Davon habe ich als junger Mensch sehr viel mitbekommen – und so wurde früh mein Interesse dafür geweckt.

Wann traten Sie in die CDU ein?

1962.

Wie viele Jahre waren Sie Kreistagsabgeordneter?

Über 30 Jahre. 

Wie viele Jahre waren Sie Landtagsabgeordneter?

Eine Wahlperiode, von 1975 bis 1980.

Wie viele Jahre waren Sie Bundestagsabgeordneter?

Von 1980 bis 2002, also 22 Jahre.

Wo war es für Sie schöner? In Bonn oder Berlin?

Bonn.

Welche Aufgabe hatten Sie in Ihrer Fraktion?

Ich war sozialpolitischer Sprecher meiner CDU/CSU-Fraktion.

Mit wem tauschen sie sich noch regelmäßig aus der Politik aus?

Einmal im Monat mit Bürgermeister a.D. Karl Hensel, Landrat a.D. Peter Ottmann und Rudolf Alsdorf. 

Wie lange waren Sie Bäcker und Konditor?

Von 1953 bis 1966 habe ich in St. Hubert – gegenüber der Kirche, wo heute die Sparkasse steht – eine eigene Bäckerei betrieben. Anschließend war ich von 1966 bis 1983 als Konditormeister in der Bergschänke auf dem Hülser Berg tätig.

Wann haben Sie zuletzt gebacken?

Zuletzt 1983. Ein Bundestagskollege (Winzer von der Ahr) hatte zum Einstand zu einer Weinprobe eingeladen. Da habe ich mich mit Kaffee und einigen Torten angehängt.

Was ist Ihr Lieblingsstück aus Bäckerei und Konditorei?

Ich esse sehr gern Süßes und bin da überhaupt nicht festgelegt – ich mag eigentlich alles, was eine Konditorei zu bieten hat.

Ihr Lieblingsgericht- und Getränk?

Hauptsache frisches Gemüse und ein Glas Weißwein.

Haben Sie ein tägliches Ritual?

Meine Hobbies sind: mein Garten und das Radfahren. Hier bin ich fast täglich aktiv. Das hält fit und tut einfach gut.

Lieber Frühling, Sommer, Herbst oder Winter?

Frühling.

Was wollten Sie beruflich als Kind werden?

Schreiner.

Dahin verreisen Sie am liebsten?

Aktuell leider nicht mehr. Bis vor fünf Jahren bin ich jedes Jahr zum Skilaufen nach Obertauern in Österreich gefahren.

Woran erfreuen Sie sich im Advent?

An weihnachtlicher Musik.

Darauf sind Sie rückblickend besonders stolz und dankbar?

Dass die Bürger des Kreises mich stets mit guten Ergebnissen in die Gremien gewählt haben und das ich unter anderem den großen Anbau des Kempener Krankenhauses durch Fördermittel des Bundes ermöglichen konnte, was für den Fortbestand des Krankenhauses sehr wichtig war.

Welche Wünsche haben Sie noch?

Frieden und Gesundheit im Kreise meiner großen Familie.

Privates:

Alter: 92 Jahre 

Beruf: Bäcker- und Konditormeister

Familienstand: verwitwet

Kinder: Drei Söhne

Enkelkinder: Sechs

Urenkel: Sechs

Geburtsort: St. Hubert 

Hobbies: Radfahren und Schwimmen

Foto: Tobias Stümges