Der Hülser Sportverein feiert Mitte Juni sein Burgfest. In diesem Jahr ist es allerdings ein ganz besonderes Jubiläum, denn das Burgfest wird 50 Jahre alt.

Was 1976 mit viel Herzblut und ehrenamtlichem Einsatz begann, ist heute eines der traditionsreichsten Stadtteilfeste in Krefeld geworden. Gegründet wurde das Fest einst von Hella und Heinz Bens, Manfred und Angelika Kinzinger sowie Liesel und Werner Küsters. Von den Gründern leben heute noch Liesel Küsters und Angelika Kinzinger. Die Idee damals wie heute: „Der größte Verein in Hüls richtet für die Hülser ein Fest aus.“

Und genau dieses Miteinander macht das Burgfest seit fünf Jahrzehnten aus. Zahlreiche Hülser Vereine, Institutionen und Betriebe ziehen seit Jahren an einem Strang, darunter das DRK Hüls, die Freiwillige Feuerwehr, der Heimatverein, die Grundschule Burg, Hülser Schützen, örtliche Unternehmen und die Stadt Krefeld. Selbst die Speisen stammen traditionell aus Hüls und Umgebung, teilweise sogar aus Tönisberger Bäckereien. In diesem Jahr wird mit „Bubbel Bräu“ erstmals sogar Hülser Bier ausgeschenkt.

Los geht das Jubiläumswochenende bereits am Freitag, 12. Juni, mit der Kinderdisco von 18 bis 21 Uhr. Weiter geht es am Samstag, 13. Juni, ab 14 Uhr mit dem Mittagsprogramm rund um die Burg und auf dem Schulhof. Der Eintritt ist tagsüber frei. Für Kinder und Familien wartet wieder ein buntes Programm. Das DRK Hüls öffnet seinen Krankenwagen und erlaubt spannende Einblicke ins Innere des Fahrzeugs. Das „Türmchen Hüls“ bietet Mitmachaktionen für Kinder an.

Außerdem gibt es von 14.45 bis 16.30 Uhr eine große Mitmachaktion rund um das Deutsche Sportabzeichen. Grundschulkinder zeigen gemeinsam mit dem Stadtsportbund Krefeld neue Übungen aus dem Bereich Koordination, darunter Side-Steps sowie Ball kicken und fangen. Vor Ort dürfen Jung und Alt die Übungen selbst ausprobieren. Moderiert wird das Ganze von TomTom Ehinger. Zudem werden Schulen für ihr Engagement ausgezeichnet.

Auch der beliebte Kindertrödelmarkt findet erneut statt. Karten gibt es noch bis 12. Juni, 18 Uhr, bei PalimPalim auf der Kempener Straße. Ein Stand mit drei mal einem Meter kostet fünf Euro.

Am Abend verwandelt sich der Schulhof dann wieder in eine große Open-Air-Partyfläche. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn der Musik um 20 Uhr. Für Stimmung sorgt zunächst die Coverband „ForestCity“ mit dem Hülser Lukas Thelen. In der Pause übernehmen gegen 21.45 Uhr für rund 50 Minuten die „Hülser Bruchpiloten“. Erstmals wird in diesem Jahr zudem eine zehn Quadratmeter große LED-Videoleinwand aufgebaut, sodass das Bühnenprogramm auch vom Schulhof aus live verfolgt werden kann.

Der Eintritt für den Samstagabend kostet im Vorverkauf sieben Euro. Karten gibt es im Geschäftszimmer des HSV sowie in der Kaffeewerkstatt am Hülser Markt. An der Abendkasse kostet der Eintritt 8,50 Euro.

Passend zum Jubiläum möchte der HSV außerdem die Geschichte des Burgfestes festhalten. Deshalb findet am 6. Juni von 10 bis 12 Uhr in der Kaffeewerkstatt am Hülser Markt die Aktion „Wir wollen alles wissen – TomTom hört zu“ statt. Gesucht werden Geschichten, Bilder und Anekdoten aus 50 Jahren Burgfest.

Und genau diese Geschichten sind es, die das Burgfest bis heute prägen. Früher musste die Burg vor jedem Fest zunächst von Efeu und Brennnesseln befreit werden. Heute wird bargeldlos bezahlt und Social Media genutzt. Doch die Werte sind geblieben: Gemeinschaft, Ehrenamt und Begegnung. Oder wie viele Hülser sagen würden: Man trifft sich, redet miteinander, hört Musik und verbringt gemeinsam einfach eine gute Zeit. Genau das macht das Burgfest seit 50 Jahren zu gelebtem Brauchtum. (tob)

BU: Das Orgateam zum 50. Hülser Burgfest, v.l.: Thomas Heinze, Thomas Ehinger, Verena Schön, Michael Frenzen und Rainer Decku. Foto: Tobias Stümges 

HSV-Vorsitzender Alexander Keyserlingk, Liesel Küsters (91), Angelika Kinzinger (84) und Thomas Ehinger. Foto: Tobias Stümges