Mit einer ebenso einfachen wie nachhaltigen Idee hat der 14-jährige Kempener Timo Meertz beim Wettbewerb „Jugend forscht überzeugt. Der Schüler des Gymnasium Thomaeum erhielt im Fachbereich Biologie den 3. Preis für sein Projekt „Nachwachsen statt wegwerfen – Gemüse neu gedacht“. Darin beschäftigte sich der Neuntklässler mit der Frage, ob sich aus Gemüseresten neue Pflanzen ziehen lassen und so Lebensmittelverschwendung reduziert werden kann.

Kurz nach seiner Anmeldung zum Wettbewerb startete Timo mit ersten Versuchen. Er untersuchte, wie sich aus verschiedenen Gemüseresten erneut Pflanzen entwickeln können und welche Bedingungen dafür wichtig sind. Dabei zeigte sich, dass einige Sorten deutlich besser geeignet sind als andere. Besonders Frühlingszwiebeln und Porree wachsen vergleichsweise schnell nach, während beispielsweise Salat deutlich länger braucht. Entscheidend für das Wachstum seien außerdem Licht, Wasser und Pflege, stellte der junge Forscher fest.

Sein Fazit: Regrowing kann zwar keinen vollständigen Ersatz für den klassischen Gemüseanbau darstellen, es kann aber durchaus helfen,Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Genau dieser nachhaltige Gedanke hatte ihn zu seinem Thema motiviert. Er wollte zeigen, dass Gemüsereste nicht unbedingt im Müll landen müssen und gleichzeitig herausfinden, wie gut das Nachwachsen tatsächlich funktioniert und ob sich daraus im Alltag etwas ernten lässt.

Auch beruflich interessiert sich der Kempener für Naturwissenschaften und Technik. Besonders fasziniert ihn derzeit der Flugverkehr, etwa Berufe wie Pilot oder Fluglotse. Gleichzeitig findet er aber auch die Biologie, etwa die Meeresbiologie, spannend. Für ein Schulpraktikum kann er sich daher auch einen Einblick in die Abfall- und Kreislaufwirtschaft vorstellen. (tob)

BU: Timo Meertz hat den 3. Preis bei „Jugend forscht“ erlangt. Foto: Tobias Stümges