Der Weg zurück ist gelungen und diesmal soll er von Dauer sein. Die Lateinformation des Royal Dance Niederrhein e.V. hat sich mit einer beeindruckenden Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga West gesichert und setzt damit ein starkes sportliches Ausrufezeichen in der Tanzszene Nordrhein-Westfalens.

Der Verein blickt auf eine inzwischen fast zwei Jahrzehnte lange Geschichte zurück. Gegründet wurde Royal Dance Niederrhein im Jahr 2008 aus der Tanzabteilung „TC 94“ des TuS Preußen Vluyn heraus. Die Wurzeln der Lateinformation reichen sogar noch weiter zurück. Bereits 2004 formierte sich das Team, ein Jahr später folgte die erste Teilnahme am Ligabetrieb. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem auch drei Tänzer aus Kempen, die den Verein bis heute prägen: Stephan Burmühl, Sandra Tendyck und Christian Rother.

Mit aktuell 93 Mitgliedern, davon 24 in der Lateinformation, ist der Verein breit aufgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mannschaftssport Tanz, der nicht nur Technik und Rhythmusgefühl, sondern vor allem Teamgeist verlangt. Trainiert wird regelmäßig und intensiv. Donnerstags von 19:30 bis 22 Uhr sowie jeden zweiten Sonntag mehrere Stunden lang in Vluyn. Hinzu kommen zusätzliche Trainingseinheiten und Trainingslager, die den Grundstein für die sportlichen Erfolge legen.

Die Saison der Lateinformation erstreckt sich traditionell von Ende Januar bis April und umfasst fünf Ligaturniere. In diesem Jahr gelang dabei eine außergewöhnliche Serie. Einmal Platz eins und viermal Rang zwei stehen zu Buche. Eine Bilanz, die den Aufstieg in die 2. Bundesliga West sicherte und zugleich die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte markiert. Bereits 2023 hatte man den Sprung in diese Liga geschafft, musste jedoch nach nur einem Jahr wieder absteigen. Nun ist die Rückkehr geglückt, mit deutlich mehr Konstanz und Selbstbewusstsein.

Die 2. Bundesliga stellt im Formationstanz die zweithöchste Leistungsklasse dar, unterteilt in die Regionen Nord, Süd und West. In der West-Staffel treten acht Mannschaften aus ganz Nordrhein-Westfalen gegeneinander an. Darüber rangiert lediglich die 1. Bundesliga mit den besten Teams Deutschlands.

Ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs sind auch die Tänzerinnen und Tänzer, die den Verein seit vielen Jahren tragen. Christian Rother, 46 Jahre alt und in der Öffentlichkeitsarbeit für die Lebenshilfe Kreis Viersen tätig, ist seit den Anfängen der Formation im Jahr 2004 dabei. Stephan Burmühl, 42, Pharmareferent, stieß 2005 hinzu, Sandra Tendyck, 48, im Management eines Versicherungsunternehmens tätig, folgte 2007. Alle drei gehören seit der Vereinsgründung 2008 fest zum Team. Ihre Verbindung ist dabei nicht nur sportlich, sondern auch familiär geprägt, ein Faktor, der den starken Zusammenhalt innerhalb der Formation unterstreicht.

Die Ziele für die kommende Saison sind klar formuliert. In der Saison 2026/2027 möchte sich Royal Dance Niederrhein in der 2. Bundesliga West etablieren und die Klasse halten. Ein Vorhaben, das angesichts der aktuellen Entwicklung realistisch erscheint. (tob)

BU: Stephan Burmühl, Sandra Tendyck und Christian Rother sind bei Royal Dance Niederrhein e.V. aktiv. Foto: Verein