Was Anfang der 1980er Jahre mit der Besetzung von Räumen im leerstehenden Krankenhaus an der Lindenallee begann, ist heute eine feste Institution in Vorst. Der Kinder- und Jugendtreff „Das Wohnzimmer“ feiert sein 45-jähriges Bestehen.

1981 forderten Jugendliche einen eigenen Ort, an dem sie sich treffen, austauschen und selbst entscheiden konnten. Die Stadt stellte ihnen schließlich Räume in der ehemaligen Förderschule zur Verfügung. Die zunächst selbstverwaltete „Teestube“ war geboren. „Das war der Startschuss für den heutigen Kinder- und Jugendtreff“, blickt Bürgermeister Kevin Schagen zurück.

Vieles hat sich seitdem verändert. Aus der Teestube wurde der Jugendtreff Vorst, später kamen Ferienprogramme, Werkstätten, Konzerte und zahlreiche Freizeitangebote hinzu. 2017 und 2018 wurde die Einrichtung gemeinsam mit den Jugendlichen grundlegend modernisiert. Auch über den Namen durften sie selbst entscheiden. Seitdem heißt ihr Treff ganz offiziell „Das Wohnzimmer“.

Heute stehen auf 530 Quadratmetern unter anderem Playstation, Nintendo Switch, Billard und Kicker bereit. Hinzu kommen Angebote wie Kochen, Nähen, Töpfern, Chor, Mädchen- und Jungengruppen sowie Ferienaktionen. Rund 30 bis 35 Kinder und Jugendliche kommen täglich. Unterstützt wird das Team von 14 ehrenamtlichen Helfern.

„Damals wie heute gilt das Prinzip der Partizipation“, betont Leiterin Nathalie Maas-Wassermann. Vor allem aber sei das Wohnzimmer ein sicherer und wertfreier Ort für junge Menschen zwischen sechs und 27 Jahren.

Gefeiert wird der 45. Geburtstag am 10. Oktober mit einem eintrittsfreien Mittelalterfest mit Ritterturnier, Mittelalterlager, Marktständen, Musik und Tanz. Ab 20 Uhr gibt es zum Abschluss eine Revival-Disco im Treff. (tob)

BU: Bürgermeister Kevin Schagen, die Leiterin des KJT (Kinder- und Jugendtreffs) Das Wohnzimmer, Nathalie Maas-Wassermann, und Fachbereichsleiter Michael Feiter. Foto: Stadt Tönisvorst